Blockchain-Standard im Visier

Blockchain und Drivingdata
Foto:ZF

Denken Sie nur an Bitcoin, wenn Sie das Wort „Blockchain“ hören? Das sollten Sie nicht …

Denn diese Technologie wird in verschiedensten Bereichen angewendet. Die Vergangenheit kann man nicht ändern und genau das macht sich diese Technologie zunutze. Das Prinzip werden wir an diese Stelle nicht erklären, das hat die Wikipedia gut genug getan. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die Anwendung der Blockchain-Technologie in neu aufgestellten Bereichen unseres Alltags.

Zuerst betrachten wir eine Liste der Firmen, welche sich zusammengetan haben, um ein Problem zu lösen. Ein bunter Mix aus ein paar Versicherungsunternehmen, renommierten Automobilherstellern und Technologie-fokussierten Automobilzulieferern, Experten in Fragen Driving Data und Blockchain, Fahrgeschäftspezialisten – dieses Muster lässt auf das Thema schließen.
Es geht um die durch ein Fahrzeug gesammelten Daten, deren Verwendung und Sicherheit. Die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) kämpft um ein einheitliches Blockchain-Netzwerk. Warum?

Driving data

Die Technologiewelt schafft es kaum, die Sicherheitskonzepte für die ständig wachsende Anzahl von Datenarten zu entwickeln. Nicht nur ein Mensch produziert jede Menge Data, auch die Gegenstände, die ein Mensch nutzt, können dafür verantwortlich sein. Zum Beispiel ein Auto. Und je intelligenter das Auto ist (nehmen wir ein autonomes Auto), desto mehr sensible Daten kommen zustande. Mit diesen Informationen kann man jede Menge anfangen: Das Leben des Besitzers komfortabler machen, die Verkehrssicherheit verbessern oder … hacken. Blockchain könnte hier von großem Nutzen sein. Die dezentral kryptografisch verschlüsselten Daten sind eine sehr harte Nuss für die Cyber-Kriminellen. Doch es fehlt ein einheitlicher Standard für diese Technologie. Und genau das wollen die Unternehmen mit ihrer MOBI-Initiative ändern.
Die Gründer der Initiative sind unter anderen BMW, BOSCH, GM, FORD, ZF.

ZF arbeitet schon längst an den Blockchain-Anwendungen, entwickelt Blockchain-basierte Mobilitätsapplikationen wie die „Car eWallet“.
Park-, Maut- oder Ladegebühren kann das Fahrzeug selbst bezahlen, wenn es schon so smart ist, oder? Dafür ist die Technologie auch da. Sie gewährleistet die Interaktion des Fahrzeugs mit anderen Maschinen, welche für die Gebühren etc. verantwortlich sind.
Ein einheitliches Netzwerk ermöglicht es Fahrzeugen und Serviceanbietern, direkt miteinander zu kommunizieren. Auch Infrastruktureinrichtungen können dem Netz angehören. Für die Verkehrsteilnehmer wird auf diese Weise die Möglichkeit geschaffen, direkt mit Verkehrsbehörden oder Cloud-Services Transaktionen abzuwickeln, statt über ein zentrales Rechenzentrum zu agieren.
Auch Fahr- und Diagnosedaten werden mit dem neuen Standard leichter zu speichern, zu teilen und auszuwerten sein. Taxi- und Mitfahr-Anbietern sollen davon profitieren, besonders wenn die Autonomen Fahrzeuge die Straßen übernehmen. Nicht umsonst findet man unter den Gründern von MOBI das Unternehmen Dashride (spezialisiert sich auf Software und Apps für Buchung, Rechnungstellung und Reporting für Taxi- und Mitfahrtunternehmen).
Die möglichen Betrugs- und Manipulationsversuche sowie Cyberangriffe zu verhindern, liegt Unternehmen wie Dashride gewiss am Herzen.
Der Automobilindustrie soll mit der MOBI-Initiative geholfen werden, einen Markt für sichere und kompatible digitale Leistungen zu erschaffen. Auch der öffentliche Nahverkehr und Fahrgemeinschaften sollten durch neuen Blockchainstandard in Zukunft unterstützt werden.

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