AUDI-Elektromobilität – in Hungaria geschmiedet

E-Motoren, Audi Elektromobil
Fotorechte: Audi AG

Audi Hungaria übernimmt eine Vorreiterrolle in der E-Motorenproduktion.

Das ungarische Győr gehört zu den wichtigen Produktionsstandorten von Audi bereits seit 25 Jahren. Nun kündigt Audi ein neues Zeitalter für seine Tochter an. Im Juli 2018 begann dort die Serienproduktion von Elektroantrieben.
Innovativ ist dabei nicht nur Einsatzgebiet „Elektroauto“ – das erste rein elektrische Audi Modell e-tron ist mit dem E Antrieb aus Győr ausgestattet –, sondern die Produktionstechnologie selbst. Das Fließband gehört nicht mehr lange zu dem Kern der modernen Automobilproduktion – die Modulare Montage wird seine Rolle übernehmen.

E-Antriebe von Audi. Ein neues Kompetenzfeld

Zuerst werden auf 8.500 Quadratmetern täglich 400 elektrische Achsantriebe gefertigt. Derzeit beschäftigen sich damit 100 Mitarbeiter, 30 weitere Arbeitsplätze sind bereits geplant. Die Fabrik wird schnell wachsen – so viel ist sicher –, denn Audi ist entschlossen, Győr zu seinem zentralen Werk für E-Antriebe zu machen.
Für den Aufbau der modularen E-Motorenfertigung investierte Audi einen zweistelligen Millionenbetrag. Es geht um viel mehr als „nur“ um die Produktion. Es entwickelt sich ein neues Kompetenzfeld, ein Feld für die strategischen Veränderungen im Unternehmen. Ein nachhaltiger Mobilitätsanbieter zu werden – das ist laut Peter Kössler (Vorstand Produktion und Logistik) das Ziel.

Ein Elektroauto braucht ein Elektromotor der neuen Generation. Deswegen installierte Audi Hungaria die innovativen Fertigungsanlagen und bündelte die Kompetenzen von E-Motorenentwicklung, Fertigungsplanung und Motorenanlaufzentrum in Győr. Es geht vor allem um die Effizienz und diese hängt bei einem Elektromotor größtenteils von der Leistungsentfaltung der Stator-Wicklung (je enger die Kupferlackdraht-Schleifen aneinander liegen, desto mehr Draht passt in das Rohteil und desto höher ist entsprechend die Leistung).
Diese Fertigungsaufgaben übernimmt ein neues Wickel und Einziehzentrum, dessen Aufgabe es ist, die optimale Menge an Draht besonders kompakt zu wickeln und anschließend in das Rohteil einzubringen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Leistungselektronik (diese wird in einem separaten Gehäuse montiert), dem Getriebe sowie zwei Flanschwellen für die Kraftübertragung zu den Rädern. Um Vorder und auch die Hinterachse anzutreiben, braucht ein Audi e-tron zwei elektrische Achsantriebe.
Um mehr Spielraum im Produktionsprozess zu gewinnen, werden die Antriebe modular in Fertigungsinseln produziert. Obwohl die Fertigungsanlagen – Roboter sowie Schraub und Messstationen – sich auf festen Positionen befinden, sind diese nicht durch ein konventionelles Fließband miteinander verbunden. Die Montagereihenfolge ist nach wie vor vordefiniert, doch die modulare Struktur macht den Produktionsprozess um einiges flexibler. So werden die Vorteile der Serienfertigung und Fließproduktion kombiniert.

Um an innovativem Geist in der Produktion noch eins drauf zu legen, erfolgt der Teiletransport zu den Arbeitsstationen durch fahrerlose Transportfahrzeuge, gesteuert von einem intelligenten IT System. Die Motorenentwicklung verfügt über drei E-Motorenprüfstände zur Erprobung und für den Dauerlast Betrieb.

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