Was nützt ein Exoskelett

Montagehilfe, Exoskelette

Exoskelett ist bereits seit ein paar Jahren ein Begriff.
Besonders bei unterschiedlichen Montagearbeiten kann diese Erfindung viel zur Ergonomie und Produktivität beitragen. Als eine technische Ergänzung des menschlichen Skeletts, unterstützten diese Mechanismen auf eine einfache und doch sehr eindrucksvolle Weise die Monteure bei vielen sonst so anstrengenden Operationen.
Bereits heute, gibt es auf dem Markt mehrere Modelle und Anbieter.

Chairless Chair

Auf der Motek 2018 haben wir so genannte „Chairless Chairs“ von der Firma noonee germany GmbH ansehen und ausprobieren dürfen.
Chairless Chair macht aus keinem einen „Iron Man“ und hat keine hydraulischen Mechanismen oder elektrische Motoren, dafür ist es einfach, praktisch und relativ leicht.

In weniger als einer Minute lassen sich die künstlichen „Beine“ an die Fußgelenke des Anwenders anschnallen und schon kann es losgehen.

Apropos gehen… Mit dem Chairless Chair kann man nicht nur sitzen, sondern auch laufen. Es ist nicht unbedingt empfehlenswert mit dem Gerät die Pause zu verbringen, aber ein paar Schritte von einem Montagetisch zu dem anderen schafft man ganz bequem. Und der einstellbare Stuhl ist immer dabei, an Ihren Körper perfekt angepasst.
Beugt man die Knie, bis die gewünschte Position der Gelenke erreicht ist, rastet der Chair-Mechanismus gemäß der Voreinstellungen und verwandelt sich in eine feste Abstützung für stehende oder vorgebeugte Tätigkeiten.

Das Produkt ist skalierbar und somit nutzbar für unterschiedliche Körpergrößen und ein Körpergewicht von bis zu 130 Kg. Das ermöglicht eine durchgehende Nutzung des Exoskeletts durch mehrere Mitarbeiter.

Warum ist das Thema „Exoskelett“ In den letzten Jahren trotz fortschreitender Automatisierung so aktuell?

Vielleicht genau dadurch, dass der Mensch in automatisierte Prozesse eingebunden ist. Bei Audi, Ford, BMW und anderen Automobilherstellern ist der Einsatz von Exoskeletten eine Routine. Die Vielfalt der Montagejobs findet man in unterschiedlichen Typen von Skeletten wieder. Hier noch zwei Beispiele von weiteren Anbietern.

Paexo

Montagearbeiten Paexo
Foto: Ottobock SE & Co. KGaA.

Ein Beispiel dafür ist das auf dem Foto dargestellte Produkt der Ottobock SE & Co. KGaA.

Paexo, so heißt das Produkt, unterstützt den Oberkörper bei anstrengenden Überkopfarbeiten. „Paexo funktioniert nach biomechanischen Prinzipien, es richtet sich an den Bewegungen des Menschen am Arbeitsplatz aus. Weitere Erfolgsfaktoren sind das geringe Gewicht von unter zwei Kilogramm und die sofort spürbare Entlastung der Arm- und Schultermuskulatur“, so Dr. Sönke Rössing, Leiter der Ottobock Industrials.

Das Exoskelett German Bionic Cray X

German_Bionic
Foto: GBS German Bionic Systems GmbH

Das Produkt der GBS German Bionic Systems GmbH wurde speziell für die manuelle Handhabung von schweren und sperrigen Objekten entwickelt.
Das Exoskelett German Bionic Cray X ist eine Kombination aus menschlicher Intelligenz und der Kraft einer Maschine. Hier geht es um eine aktive Unterstützung der menschlichen Bewegungen.

Das primäre Ziel dabei ist, den Kompressionsdruck im unteren Rückenbereich zu verringern. Dafür sind in das Exoskelett Servomotoren integriert. Die Energie kommt von einem Akku mit der Laufzeit von 8 Stunden. Das Gewicht des Exoskeletts beträgt 7,9 Kilo. Die Steuerung kann per Smartwatch und EMG-Anwendung erfolgen.

An diesem Beispielen kann man sehen, dass der Markt für Exoskelette bereits einiges an Entwicklung hinter sich hat.
Also rüsten wir Menschen noch eine Weile auf, bevor wir den Robotern die gesamte Produktion überlassen.

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