Messebericht „Automechanika“

Technologiemesse, Technik
AISIN EUROPE S.A.

Ausstellerzahl auf Rekordniveau

Noch erfolgreicher als erwartet verlief in diesem Jahr die Messe „Automechanika“.
4.820 Aussteller, so viele wie noch nie, und 136.000 Besucher – der Veranstalter kann mit dem Andrang wirklich zufrieden sein.
Als Leitmotiv für die Automechanika wurde „Tomorrow’s Service & Mobility“ gewählt.
Und tatsächlich konnte man einiges zu Themen wie Vernetzung des Automobils, Elektromobilität und anderen smarten Zukunftsansätzen der Automobil-Technik live erleben.

Doch obwohl man den Innovationsbereich nicht unterschätzen darf,
bleibt die Automechanika natürlich ebenso ein wichtiger Treffpunkt rund ums traditionelle Thema Werkstatt. Weniger spektakulär, mehr praxisorientiert – einen Automechaniker beeindruckt am meisten die Ergonomie und die Produktivitätssteigerung der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge.

Sehr breit vertreten war der Bereich Druckluftwerkzeuge

Viel Wettbewerb in ebendiesem Sektor stellt aber für jeden Anbieter eine große Herausforderung dar.
Hebt man sich nicht durch besondere Produktmerkmale von der Konkurrenz ab, riskiert man mittelfristig einen Verlust der Marktanteile.

Die Firma Desoutter GmbH setzt bei ihrem Stabschleifer mit Spindelarretierung bspw. auf neue
Features.

Mehr Infos im Produktvideo

Druckluftleitungen

Das französische Unternehmen Prevost SAS hat nicht nur Druckluftwerkzeuge präsentiert, sondern auch  ein paar Highlights aus dem Bereich der Druckluftleitungen.
Ein Anschlusssystem aus Aluminium namens AMPS ermöglicht eine schnelle Montage ohne  Spezialwerkzeug.

Drehmomentschlüssel werden immer gebraucht…

Und daher ist die Auswahl an Drehmomentschlüssel dementsprechend auch sehr hoch. Selbst relativ simple Geräte werden ständig überarbeitet und optimiert – besonders in höheren Preisklassen ist eine ständige Weiterentwicklung zu sehen.Drehmomentschlüssel
Stahlwille hat den Drehmomentschlüssel MANOSKOP 730 verbessert und dementsprechend mit dem neuen Namen  MANOSKOP 730 QUICK versehen.
Ein sehr schneller Wechsel der Einsteckwerkzeuge soll das Produkt besonders attraktiv machen.
Auch das Rücksetzen auf Null ist nicht mehr nötig – dies spart zusätzliche Zeit und ermöglicht genauere Messergebnisse.
Der Listenpreis für den 730 QUICK liegt bei 288 € (Größe 20, 40-300 Nm)

Elektromobilität für Lastwagen

Langsam gewöhnen wir uns an Elektromobilität. Zeichen dafür sind nicht etwa die revolutionären Technologien, sondern vielmehr die Nutzung von E-Mobilität im Alltag, inklusive des Umbaus von Diesel- und Benzinfahrzeugen.

In unserem letzten Artikel haben wir bereits über einige derartige Produkte gesprochen und wollen an dieser Stelle ein paar zusätzliche Informationen bereitstellen.

Im Folgenden gibt es einige technische Details zum Projekt ORTEN E75.

Elektro-LKW, E-Mobilität, Elektromobilität
Beim Umbau von Dieselfahrzeugen auf Elektroantrieb entsteht ein Elektrolastwagen mit den folgenden Charakteristika:

  • Antrieb 100 % Elektro-Synchronmotor
  • Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
  • Reichweite ca. 100 km (je nach Streckencharakteristik)
  • Batterie Lithium-Eisenphosphat (LiFePo4)
  • Batteriekapazität 72,5 kWh (126 x 180 Ah x 3,2 V)
  • Ladesteckeinheit, genormt Typ 2
  • Ladedauer max. 4 Std. (400 V / 22 kW)
  • Motorleistung 90 kW / 122 PS
  • Drehmoment 1.150 Nm
  • Zulässige Gesamt-Masse 7.490 kg
  • Nutzlast inklusive Aufbau 2.300 kg
  • Nutzlast ohne Aufbau 3.580 kg
  • 4 kW PTC-HV-Fahrerhausheizung, HV-DC/DC-Wandler
  • 22 kW CAN-Bus gesteuerte Ladetechnik
  • Batteriekästen, -abdeckungen und -halterungen in V2A-Ausführung
  • Farbdisplay, Anzeige aller relevanten Batterie-, BMS-, Motor- und Steuerungsdaten
  • BMS (Battery Management System) mit integrierter Balancing-Funktion und CAN-Bus-Anbindung

„Getankt“ wird an einer 400-Volt-Ladestation mittels eines sieben-poligen Typ 2-Ladekabels. Ist die Batterie komplett entladen, beläuft sich der Ladeprozess auf bis zu 4 Stunden.
Auch beim Bremsen geht die Kinetische Energie nicht verloren und wird wieder genutzt.
Solch eine Energierückgewinnung wird auch Rekuperation genannt und ist bei Elektrofahrzeugen keine Seltenheit.
Für einen LKW ist dieser Vorgang angesichts des Gewichtes besonders sinnvoll.

TrendsBooster

Batterielose Starthilfe – geht das?
Seit ca. einem Jahr verwendet man öfter Kondensatoren in Boostern und keine Batterien.

Vorteile liegen auf der Hand: Keine Wartung, kein Aufladen bei der Lagerung.
Auf dem Bild ein Gerät der Fa. ABSAAR AB-BLJS350
Betriebstemperatur zwischen -40° und 65°C
Den Knopf drücken, 100 Sekunden abwarten und starten. Auch für neuere Wagen mit tief entladener Batterie und für Dieselfahrzeugen anwendbar.

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