ID.3 und die größte E-Auto-Fabrik Europas

VW-Zwickau-Elektroautos
Bildrechte liegen bei VW

Erst zögert der Riese, wie auch viele andere europäische Automobilhersteller, dann drückt er plötzlich auf`s Gaspedal, das kein Gas mehr zuführt.

Ca. 70 neue E-Auto-Modelle in den nächsten 10 Jahren – eine starke Ansage von Volkswagen. Doch noch bedeutender scheint uns eine andere Information, die Volkswagen in seinen Pressemitteilungen verbreitet:

Die neuen E-Autos der ID-Serie sollen nicht nur lokal emissionsfrei fahren, sondern auch „bilanziell CO2-neutral produziert“ werden. Gelingt dem Konzern dieses Vorhaben tatsächlich? Und was ist darunter überhaupt zu verstehen? Auf die letzte Frage antwortet der Automobilhersteller ziemlich deutlich: „Wir halten uns an den Grundsatz – Entstehung von CO2 zu vermeiden, dann soweit wie möglich zu reduzieren – und danach die nicht vermeidbaren Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen an anderer Stelle auszugleichen.“ Wie groß dieser unvermeidbare Anteil ist, ist schwer zu sagen und wirft viele neue Fragen auf. Doch mit dem Projekt wird ein ernster Versuch gemacht, die Situation im Automobilsektor grundsätzlich zu verändern – das muss man VW lassen.

Das Projekt ist riesig. Der wesentliche Teil ist dabei eine komplette Umstellung des Standortes Zwickau auf die Produktion von E-Autos. Mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro plant Volkswagen eine Transformation des Werkes im laufenden Betrieb.

Und – wenn schon denn schon: „Im Zuge des Umbaus wird das Werk Zwickau zu einer digitalen, flexiblen und hocheffizienten High-Tech-Fabrik“ so Volkswagen. 1.700 Fertigungsroboter der neuesten Generation und mehr als 500 fahrerlose Transportsysteme werden einen sehr hohen Automatisierungsgrad gewährleisten, damit bereits ab 2021 bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr vom Band laufen können.  

ID.3

Was man von dem E-Erstling der neuen VW-Generation zu erwarten hat, ist längst bekannt. Bereits im September 2019 wurde das neue Auto der Kompaktklasse auf der IAA präsentiert.

Das Auto fährt zu 100% elektrisch. Je nach Batterie-Leistung und dementsprechender Reichweite, bietet VW drei Varianten an:

  • 45 KWh mit einer Reichweite bis zu 330 Km
  • 58 kWh mit einer Reichweite bis zu 420 Km
  • 77 kWh mit einer Reichweite bis zu 550 Km

Außerdem ist ID.3 schnell aufladbar. Mit 100 kW Ladeleistung lässt sich die Basisvariante (45 kW) innerhalb von 30 Minuten für weitere 290 km nachladen.

Modularer Baukasten für E-Antrieb

Der neue Modulare E-Antriebs-Baukasten beherbergt die fest in die Struktur des Unterbodens eingebaute, flache und skalierbare Hochvolt-Batterie, wodurch viel Raum eingespart und bessere fahrdynamische Eigenschaften ermöglicht werden.

Außerdem entstehen durch die Anwendung des modularen Systems die sogenannten Skaleneffekte, wodurch die Produktionswirtschaftlichkeit auch bei kleineren Losgrößen steigt. Ein bezahlbares Auto in unterschiedlichen Preisklassen wird dadurch zur Realität. Das VW-Preisniveau bleibt dabei erhalten, versteht sich (der Einstiegspreis liegt bei unter € 30 000). Doch nicht nur der VW sondern auch andere Konzernmarken werden zukünftig auf MEB-Basis gebaut werden. Das macht Hoffnung, dass die Preise bei ŠKODA oder SEAT noch etwas moderater ausfallen.

Wobei nach einigen im Netz kursierenden und nicht geprüften Informationen auch der SEAT El Born (präsentiert in Genf 2019, Produktion ab 2020) die Kunden keinesfalls weniger kostet.

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