Elektro-Jaguar I-PACE

Elektrojaguar kommt ab 2018
Jaguar I-PACE. Quelle: Jaguar

Los Angeles/Schwalbach, 15. November 2016 –

Am 15. November wurde das I-PACE Concept von Jaguar vorgestellt, mithilfe wessen man laut Pressemitteilung „in eine neue Ära“ aufbrechen wolle. Im nächsten Jahr soll der I-PACE in Serie gehen, um 2018 in den Markt eingeführt werden zu können. Ein gänzlich überarbeitetes Lastenheft wurde von Designern und Ingenieuren für das elektrisch betriebene Modell der Sport- und Luxuswagenmarke entworfen – dabei herausgekommen ist ein Hybrid aus „vielseitig einsetzbarem“ SUV und fünfsitzigem Sportwagen.

 

Infolge des internen Briefings für das I-PACE Concept beabsichtigte man, einen Performance-SUV zu entwickeln, der die Attribute Geräumigkeit, Sportlichkeit und Vielseitigkeit in sich vereint. Zur Anwendung kam das sogenannte Cab-forward-Design, welches weit größeren Innenraum als in normalen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ermögliche. Der Motor ist nicht im Bug installiert und das Batteriepaket ist „flach zwischen den Achsen“ verortet, sodass sich bei einer Länge von 4.680 Millimetern und einer Breite von 1.890 Millimetern ein langer Radstand von 2.990 Millimetern ergäbe. Infolgedessen verfügt der neue SUV über verhältnismäßig großzügige Platzverhältnisse auf der Rückbank, während er weniger Verkehrsfläche als andere konventionelle SUVs einnimmt.

Eine gewohnt fahrerorientierte Performance und Dynamik entstünde durch den elektrischen Allradantrieb.Das erste E-Auto vom Jaguar

Zwischen den Achsen und im Unterbau ist die Batterie platziert, was den dynamischen Charakter des I-PACE Concept noch steigert – außerdem werden Schwerpunkt und Gierneigung des Fahrzeugs durch die tiefe Einbaulage gesenkt.

Um die angestrebten Leistungsziele in puncto Reichweite verwirklichen zu können, die für die meisten Tagestouren ausreichen, hat Jaguar Land Rover eigens eine 90 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie und einen hochmodernen Elektromotor entwickelt. Geht man also von einer durchschnittlichen Fahrleistung von 50 Kilometern täglich aus, würde es reichen, den I-PACE nur einmal wöchentlich vollständig aufzuladen, am besten über Nacht und an der Wandladestation zu Hause.

Eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern kann gefahren werden, wenn das Auto zuvor für zwei Stunden an einer öffentlichen Säule mit 50 kW Gleichstrom versorgt wurde; dies beschreibt einen Schnellladevorgang, bei dem das Batteriepaket voll aufgeladen wird. Schlösse man das Auto an eine 150 kW Ladestation an, so könne man damit bereits nach 10 Minuten wieder eine Strecke von 100 Kilometern absolvieren. mehr zum Thema Ladestation

Gemeinsam erzeugen die Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse 294 kW (400 PS) und von Beginn an ein Drehmoment von bis zu 700 Nm. Dieser Wert entspricht ebenjenem des Supersportwagens Jaguar F-TYPE SVR.

Ziele der von den Jaguar Land Rover Ingenieuren eigens entwickelten Permanentmagnet-Synchronmotoren im Fahrzeug seien „ein möglichst kompaktes Design sowie maximale Effizienz und Leistungsdichte.“ Der Durchmesser dieser Motoren beträgt nur 234 Millimeter bei einer Länge von gerade einmal 500 Millimetern.

Im Inneren des Fahrzeugs werden Bodenfreiheit und Raumangebot dadurch erhöht, dass im Gegensatz zu einer konventionellen und versetzten Anordnung des Motors in diesem Fall eine platzsparende, da konzentrische Anordnung zur Anwendung kommt.

Hochmoderne und von Jaguar bereits in Serienmodellen verwendete Traktionshilfen wie All Surface Progress Control (ASPC) und Adaptive Surface Response (AdSR) dienen dazu, dass Fahrer des I-PACE auch in schwierigen Bedingungen sicher handeln können.

Bei dem I-PACE-Konzept wird die Energie aus einer 90 kWh starken, selbst entwickelten Lithium-Ionen-Batterie bezogen, deren Gehäuse aus Aluminium besteht und so als integrales Bauteil der Karosseriestruktur fungiert.

Hauptsächlich zum Einsatz kommen bei Jaguar sogenannte Pouch- oder Folienzellen, welche eine hohe Energiedichte aufweisen, über besonders gute Wärmeabfuhreigenschaften verfügen und zudem platzsparend gebaut sind. Speziell in puncto Energiedichte bergen diese Zelltypen anders als konkurrierende viel Potenzial für die Zukunft. Steigende Reichweiten wären künftig also möglich beziehungsweise sind es heute schon, würde man kompaktere und leichtere Akkus verwenden.

Gekühlt wird das Batteriepaket mit Flüssigkeit in einem zweistufigen Kreislauf. Die von den Zellen erzeugte Temperatur soll bei moderaten Außentemperaturen möglichst effizient abgeleitet werden, wohingegen sich bei heißem Wetter ein zweites Kühlaggregat, das an die Klimaanlage des Fahrzeugs angeschlossen ist, einschaltet und die Temperatur im optimalen Bereich hält.

Um den Fahrgastraum aufzuwärmen, wird nicht etwa die Spannung der Bordbatterie verwendet, sondern Energie aus der Außenluft genutzt. Dies wird ermöglicht durch eine moderne Wärmepumpe, die wirkungsvoller als herkömmliche elektrische Heizgeräte ist, und auch im Winter dazu beiträgt, die Effizienz des Systems zu steigern. Wenn ein warmer Innenraum also am notwendigsten ist, zum Beispiel bei unter null Grad Celsius, kann dieser generiert werden, während sich die Reichweite des I-PACE Concept dennoch um bis zu 50 Kilometer erhöht.

Erstmals wurde die Studie zum Jaguar I-PACE Concept am Mittwoch, den 16. November am Jaguar Stand auf der Los Angeles Auto Show vorgestellt.

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